Eigenbluttherapie

Eigenbluttherapie – Konzept und Wirkung

Die Eigenbluttherapie gehört als Umstimmungstherapie zu den klassichen Verfahren der westlichen Naturheilkunde.

Bei der Eigenbluttherapie wird dem Patienten eine geringe Menge Blut aus der Vene entnommen und i. d. R. in den Gesäßmuskel, in oder unter die Haut zurückgespritzt.
Je nach Krankheitsbild wird das Blut unverändert weiter verwendet oder es wird mit homöopathischen oder anderen naturheilkundlichen Mitteln vermicht oder anderweitig aufbereitet (z. B. Verschüttelt, Potenzierung).
Je nach Krankheitsbild ist auch eine orale Einnahme von aus dem Eigenblut hergestellten Medikamenten möglich.
Durch den aufenthalt ausßerhalb des Körpers und die Vermischung mit anderen Substanzen oder die Aufbereitung wird das Blut vom Körper des Patienten als „fremd“ angeshen. Dies löst im Körper eine Immunantwort aus und stimuliert die Abwehrkräfte.

Im Blut finden sich Spuren des bisherigen individuellen Lebens mit all seinen siegreichen oder durch Niederlagen gezeichneten Abwehrschlachten des Immunsystems. Es finden sich zum Beispiel Antikörper, aber auch Spuren von Umweltgiften, nicht verstoffwechselte oder ausgeschiedene Nahrungsbestandteile und Schadstoffbelastungen.
Kurz gesagt hat das gesamte Leben, welches letztendlich zu einer Erkrankung (z. B. einer Allergie) geführt hat, im Blut seine Spuren hinterlassen.
Dadurch, dass all diese Informationen dem Körper in leicht veränderter Form und geringer Menge wieder zugeführt werden, kann das Immunsystem angeregt werden, sich erneut damit auseinanderzusetzen. Das Immunsystem kann gestärkt werden.

Dadurch kann eine Eigenbluttherapie eine sehr positive Wirkung auf das Allgemeinbefinden ausüben.
Mehr Vitalität, Energie und Leistungsfähigkeit können die Folge sein.

Eigenbluttherapie – Anwendung

Bei der Durchführung der Eigenbluttherapie wird eine gereinge Menge Blut meist aus der Armvene entnommen. Abhängig vom Krankheitsbild beginnt man zum Beispiel mit 0,5-1 ml Blut, und erhöht die Menge schrittweise auf bis zu 5 ml. Bei der Eigenbluttherapie gilt die Arndt-Schulz-Regel:  „Kleine Reize fachen die Lebenstätigkeit an, mittlere Reize fördern sie, starke Reize hemmen sie, stärkste Reize heben sie auf“.
Das entnommene Blut wird unverändert, mit Wirkstoffen versetzt oder anderweitig aufbereitet meist in den Gesäßmuskel oder subcutan (unter die Haut) gespritzt.
Je nach Krankheitsbild kommt auch eine Injektion in Akupunktur- oder in Schmerzpunkte in Betracht.
Spezielle Firmen stell aus Eigenblut auch Tropfenoder Globuli her. Das Blut dafür kann auch aus dem Ohrläppchen entnommen werden. Tropfen oder Globuli weren dann oral eingenommen. Dieses verfahren eignet sich besonders für Kinder oder Menschen, die Angst vor Spritzen haben.

In der Regel werden zwischen 10 und 20 Behandlungen durchgeführt. Je nach Erkrankung können ein Termin pro Wochen oder auch mehrere Termine pro Woche sinnvoll sein. Bei akuten Erkrankungen (z. B. Infekten) kann auch eine tägliche Eigenblutgabe angebracht sein. Nach dem Abschluss einer Behandlungsserie legt man eine Behandlungspause ein, um dem Körper Zeit zu geben, auf die gesetzen Reize zu reagiieren. Eventuell kann es sinnvoll sein nach einer Pause ein weiteres Behandlungsintervall folgen zu lassen.

Eigenbluttherapie – Indikationen

  • Allergien
  • reduziertes Allgemeinbefinden
  • wiederkehrende Infekte
  • chronische Schmerzzustände
  • Hauterkrankungen
  • Beschwerden während des Klimakteriums
  • Appetitlosigkeit
  • Förderung der Rekonvaleszens
  • Entzündungen
  • „Herdsuche“ (Es kann zum Ausbruch eines Herdgeschehens kommen.)

Bei passenden Indikationen (z. B. Allergien) kann eine Eigenbluttherapie sehr gut mit anderen Therapiemethoden wie zum Beispiel Akupunktur oder Homöopathie kombiniert werden.

Eigenbluttherapie – Gegenanzeigen / Kontraindikationen

Die Eigenbluttherapie ist nicht geeignet zur alleinige Behandlung bei schweren akuten oder lebensbedrohlichen Erkrankungen.
Sie darf nicht angewendet werden bei:

  • auszehrenden Erkrankungen
  • Tuberkuloseinfektionen
  • Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme gerinnungshemmender Medikamente (z. B. Marcumar)
  • Entzündungen der Venen

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