Liebscher und Bracht – Fazienrollmassage

Übungen und Faszienrollmassage

Bevor wir unsere Faszien-Rollmassage und die Übungen genauer erläutern, erklären wir, was Faszien eigentlich sind: Faszien haben eine wichtige Aufgabe für unsere Körperwahrnehmung und Feinkoordination.
Sie befinden sich sowohl in der oberflächlichen als auch in der tiefliegenden Muskulatur.
Unser Fasziengewebe ermöglicht die Kraftübertragung innerhalb unseres Körpers und ist von über 100 Millionen Reiz-Rezeptoren besiedelt.
Fasziengewebe ist in der Lage, große Mengen an Wasser zu binden – bis zu einem Viertel unseres Körperwassers sind in den Faszien gespeichert.
Diese Eigenschaft machen wir uns mit der Faszien-Rollmassage zunutze.
In der Muskulatur bilden Faszien die Struktur, die uns Bewegung und Stabilität ermöglicht.
Ganz wichtig zu wissen ist, dass unsere Wundheilung und Regeneration entlang der Faszien erfolgt.
Daher beziehen wir die Faszien in unsere Übungen mit ein.

Unsere spezielle Faszien-Rollmassage soll das Gewebe lockern und auf die anschließenden Übungen vorbereiten.
Mit der Faszien-Rollmassage verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen möchten wir die Zwischenzellflüssigkeit verschieben, sodass Abfallstoffe aus dem Fasziengewebe abtransportiert und das Gewebe mit neuer Flüssigkeit versorgt werden kann.
Das zweite Ziel besteht darin, die Flimmerhärchen an den Fibroblasten (die 24 Stunden am Tag neue Faszien weben) dazu zu bringen, verfilzte Faszienfäden abzubauen.
So erreichen wir, dass Verfilzungen, die das Hauptproblem von verkürzten und unflexiblen Faszien sind, gelöst werden.
Als Nebeneffekt des Rollens werden zusätzlich Überspannungen der Muskeln gemindert.

Text mit freundlicher Genehmigung von Liebscher und Bracht.

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