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Welche Faktoren können bei deinen Schmerzen bisher wenig Beachtung gefunden haben?
Die folgenden 8 Punkte zeigen dir in wenigen Minuten, welche Faktoren bei wiederkehrenden Schmerzen eine Rolle spielen können – und wo es sich lohnen kann, genauer hinzuschauen.

Agenturfoto. Mit Model gestellt.
1. Ein Befund erklärt nicht automatisch deine Schmerzen
Veränderungen an Bandscheiben, Knorpel oder Meniskus finden sich auch bei vielen Menschen, die keine Beschwerden haben. Ein Befund kann wichtig sein – er muss aber nicht die ganze Erklärung dafür sein, warum du Schmerzen hast.¹
Wenn auf einem MRT oder Röntgenbild Veränderungen zu sehen sind, liegt der Gedanke nahe: „Das ist die Ursache meiner Schmerzen.“ Doch so eindeutig ist der Zusammenhang oft nicht.
Eine große Übersichtsarbeit wertete die Bildgebung von 3.110 Menschen ohne Rückenschmerzen aus. Dabei fanden sich degenerative Veränderungen der Bandscheiben erstaunlich häufig – und mit zunehmendem Alter immer öfter. Bandscheibenvorwölbungen zeigten sich beispielsweise bereits bei 30 % der beschwerdefreien 20-Jährigen, bei 60 % der 50-Jährigen und bei 84 % der 80-Jährigen. Die Autoren betonen deshalb, dass solche Befunde immer zusammen mit der individuellen Beschwerdesituation beurteilt werden müssen.¹
Und dieses Phänomen beschränkt sich nicht auf den Rücken. Eine weitere große Übersichtsarbeit untersuchte MRT-Befunde an 5.397 Knien von 4.751 Erwachsenen, die keine Knieschmerzen und keine vorausgegangene Knieverletzung hatten. Bei den über 40-Jährigen fanden sich bei 43 % Knorpelveränderungen und bei 19 % Meniskusrisse – obwohl die Betroffenen beschwerdefrei waren.²
Das bedeutet nicht, dass solche Befunde unwichtig sind oder niemals Schmerzen verursachen können. Sie können sehr wohl eine Rolle spielen und müssen medizinisch entsprechend eingeordnet werden. Die Studien zeigen aber: Ein sichtbarer Befund allein beantwortet nicht immer die Frage, warum ein Mensch Schmerzen hat – und ein ähnlicher Befund kann bei einem anderen Menschen völlig beschwerdefrei bleiben.
Genau deshalb kann es bei wiederkehrenden oder chronischen Schmerzen sinnvoll sein, zusätzlich zu einem vorhandenen Befund auch andere mögliche Einflussfaktoren zu betrachten.
2. Zu wenig Bewegungsvielfalt verändert deinen Körper
Dein Körper passt sich an die Bewegungen und Gelenkstellungen an, die du regelmäßig nutzt. Werden bestimmte Bewegungsbereiche über längere Zeit kaum genutzt, kann sich auch deine Beweglichkeit verändern.3,4
Unser Körper ist anpassungsfähig. Muskeln, Sehnen und Gelenke reagieren darauf, welche Bewegungen und Gelenkstellungen wir regelmäßig nutzen – und welche kaum noch vorkommen.
Ein anschauliches Beispiel liefern Untersuchungen mit Frauen, die regelmäßig hohe Absätze tragen. Durch die dauerhaft veränderte Stellung des Sprunggelenks zeigten sich Unterschiede in der Wadenmuskulatur, der Achillessehne und im Bewegungsumfang des Sprunggelenks.³ Auch bei Menschen, die viel sitzen und sich wenig bewegen, wurden Unterschiede in der Hüftbeweglichkeit beschrieben.⁴
Das bedeutet nicht, dass Sitzen oder ein eingeschränkter Bewegungsumfang automatisch Schmerzen verursachen. Es zeigt aber, dass sich unser Bewegungssystem an die Anforderungen des Alltags anpassen kann.
Auch für Rückenschmerzen gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte Bewegungseinschränkungen eine Rolle spielen können. In einer Übersichtsarbeit waren unter anderem eine eingeschränkte seitliche Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule und eine geringere Beweglichkeit der hinteren Oberschenkelmuskulatur mit einem erhöhten späteren Risiko für Rückenschmerzen verbunden.⁵ Nicht jede untersuchte Bewegungseinschränkung zeigte allerdings einen solchen Zusammenhang.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur darauf zu achten, wie viel du dich bewegst, sondern auch darauf, wie vielfältig du deinen Körper im Alltag bewegst. Wenn bestimmte Bewegungsbereiche über lange Zeit kaum noch vorkommen, kann sich dein Körper daran anpassen – und genau solche Veränderungen können bei wiederkehrenden Beschwerden einen genaueren Blick wert sein.
3. Zu hohe Muskelspannung kann Schmerzen begünstigen
Bei Menschen mit Rücken- oder Nackenschmerzen wurde in Untersuchungen eine höhere Steifigkeit bestimmter Muskeln festgestellt als bei beschwerdefreien Vergleichspersonen.6,7
Eine erhöhte muskuläre Spannung kann deshalb ein Faktor sein, den es sich lohnt, bei wiederkehrenden Beschwerden genauer zu betrachten.
Muskeln sind nicht einfach nur „an“ oder „aus“. Sie verändern ihre Spannung ständig – je nachdem, wie wir uns bewegen, welche Belastungen auf uns wirken und wie unser Körper auf diese Anforderungen reagiert.
Bei Menschen mit Rückenschmerzen wurden in einer systematischen Übersichtsarbeit neun Studien ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass zwei wichtige Rückenmuskeln – der Multifidus und der Rückenstrecker – in Ruhe im Durchschnitt eine höhere Steifigkeit aufwiesen als bei Menschen ohne Rückenschmerzen.⁶ Die Autoren weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass die Studienlage noch begrenzt ist und daraus nicht abgeleitet werden kann, dass die erhöhte Muskelsteifigkeit automatisch die Ursache der Schmerzen ist.
Ein ähnliches Bild findet sich auch bei chronischen Nackenschmerzen. Eine weitere systematische Übersichtsarbeit zeigte, dass der obere Trapezmuskel bei Menschen mit chronischen Nackenschmerzen im Durchschnitt steifer war als bei beschwerdefreien Vergleichspersonen. Auch hier betonen die Autoren, dass dadurch noch keine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung bewiesen ist.⁷
Das bedeutet also nicht, dass jede erhöhte Muskelspannung Schmerzen verursacht oder dass Schmerzen immer durch verspannte Muskeln entstehen. Die Untersuchungen zeigen aber, dass Veränderungen der Muskelspannung und Muskelsteifigkeit bei bestimmten chronischen Beschwerden tatsächlich messbar sind.
Genau deshalb kann es bei wiederkehrenden Schmerzen sinnvoll sein, neben Gelenken, Bandscheiben und anderen sichtbaren Befunden auch muskuläre Spannung und Steifigkeit als mögliche Einflussfaktoren zu berücksichtigen.
4. Wie du dich bewegst, liefert wichtige Hinweise
Nicht nur wo es wehtut, sondern auch wie dein Körper bestimmte Bewegungen ausführt, kann auf funktionelle Einschränkungen und veränderte Bewegungsmuster hinweisen. Gezielte Bewegungstests können helfen, solche Auffälligkeiten sichtbar zu machen.8,9
Schmerzen zeigen sich an einer bestimmten Stelle – die Ursache oder die beteiligten Faktoren müssen aber nicht ausschließlich dort zu finden sein. Deshalb kann es sinnvoll sein, zusätzlich darauf zu achten, wie ein Mensch bestimmte Bewegungen ausführt.
In der Forschung gibt es verschiedene bewegungsbasierte Untersuchungssysteme, mit denen beispielsweise Menschen mit Rückenschmerzen anhand wiederkehrender Bewegungs- und Haltungsmuster funktionell eingeteilt werden. Eine systematische Übersichtsarbeit kam zu dem Ergebnis, dass solche bewegungsbasierten Klassifikationssysteme grundsätzlich ausreichend zuverlässig und valide sein können, um unterschiedliche Bewegungsmuster bei Menschen mit Rückenschmerzen zu erfassen.⁸
Auch einzelne Bewegungstests wurden wissenschaftlich untersucht. Dazu gehören beispielsweise Bewegungen im Einbeinstand, bei der Hüftstreckung oder bei bestimmten Bewegungen von Becken und Wirbelsäule. Für mehrere dieser Tests wurde eine gute Übereinstimmung zwischen verschiedenen Untersuchern festgestellt.9,10
Wichtig ist allerdings: Aus einer einzelnen Bewegung lässt sich nicht zweifelsfrei die Ursache eines Schmerzes bestimmen. Bewegungstests können vielmehr Hinweise darauf geben, wo Beweglichkeit, Bewegungskontrolle oder das Zusammenspiel verschiedener Körperbereiche auffällig sein könnten.
Deshalb kann es bei wiederkehrenden Schmerzen sinnvoll sein, nicht nur den Ort des Schmerzes zu betrachten, sondern auch die Art, wie sich der Körper bewegt, als möglichen Hinweis mit einzubeziehen.
5. Schmerzen verändern, wie du dich bewegst
Wer Schmerzen erwartet oder Angst vor einer Verschlimmerung hat, bewegt sich häufig vorsichtiger oder vermeidet bestimmte Bewegungen. Studien zeigen, dass solche schmerzbezogenen Ängste mit verändertem Bewegungsverhalten und teilweise auch mit veränderter Muskelaktivität zusammenhängen können.11,12
Wenn eine Bewegung schon einmal Schmerzen ausgelöst hat, ist es nachvollziehbar, dass man beim nächsten Mal vorsichtiger wird oder diese Bewegung möglichst vermeidet. Häufig geschieht das ganz unbewusst: Bewegungen werden kleiner, langsamer oder anders ausgeführt und bestimmte Belastungen zunehmend gemieden.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Schmerzangst und die Erwartung von Schmerzen tatsächlich mit einem veränderten Bewegungsverhalten zusammenhängen können. In einer systematischen Übersichtsarbeit zu Menschen mit unspezifischen Rückenschmerzen zeigte sich beispielsweise ein Zusammenhang zwischen schmerzbezogener Bedrohung und einem stärker „geschützten“ Bewegungsverhalten. Dazu gehörte in einigen Untersuchungen auch eine erhöhte Aktivität der Rückenstreckmuskulatur während bestimmter Bewegungen.¹¹
Auch eine große Übersichtsarbeit über zahlreiche systematische Reviews zeigt, dass Faktoren wie Angst, psychische Belastung und vermeidendes Verhalten mit dem Entstehen oder Fortbestehen länger anhaltender Schmerzen zusammenhängen können.¹² Das bedeutet allerdings nicht, dass Angst oder Schonverhalten bei jedem Menschen Schmerzen verursacht. Und bei akuten Verletzungen kann vorübergehende Schonung selbstverständlich sinnvoll sein.
Bei länger bestehenden Beschwerden kann sich jedoch ein Kreislauf entwickeln: Aus Sorge vor Schmerzen werden bestimmte Bewegungen weniger oder anders ausgeführt – und dadurch verändert sich wiederum die Art, wie der Körper bewegt und belastet wird.
Deshalb kann es bei wiederkehrenden Schmerzen sinnvoll sein, auch darauf zu achten, ob bestimmte Bewegungen aus Angst vor Beschwerden vermieden werden – denn dadurch können Bewegungswinkel im Alltag zunehmend ungenutzt bleiben und sich die Beweglichkeit weiter einschränken.
6. Ernährung beeinflusst mehr als nur dein Gewicht – auch dein Schmerzgeschehen
Was wir essen, beeinflusst verschiedene Stoffwechsel- und Entzündungsprozesse im Körper. Studien zeigen, dass Ernährungsinterventionen bei einigen Menschen mit chronischen Schmerzen zu Verbesserungen beitragen können.16,17Welche Veränderungen der Ernährung sinnvoll sein können, kann dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.
Ernährung ist kein einfacher Schalter, mit dem sich Schmerzen ein- oder ausschalten lassen. Sie kann aber Prozesse im Körper beeinflussen, die beim Schmerzgeschehen eine Rolle spielen können – zum Beispiel Entzündungsreaktionen, Stoffwechselvorgänge und die allgemeine Versorgung des Körpers mit Nährstoffen.
Eine systematische Übersichtsarbeit mit 43 Studien und insgesamt 48 untersuchten Gruppen mit chronischen Schmerzen kam zu dem Ergebnis, dass Ernährungsinterventionen insgesamt einen positiven Einfluss auf Schmerzen haben können. Die Autoren fanden allerdings keine einzelne Ernährungsform, die sich grundsätzlich für alle Menschen als die beste erwiesen hat.16
Auch bei Fibromyalgie gibt es entsprechende Hinweise. In einer systematischen Übersichtsarbeit wurden 12 Studien mit insgesamt 546 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgewertet. In 9 dieser 12 Studien wurden nach bestimmten Ernährungsinterventionen Verbesserungen von Schmerzparametern beschrieben. Gleichzeitig betonen die Autoren, dass die Studien sehr unterschiedlich waren und die Daten noch nicht ausreichen, um eine bestimmte Ernährungsform allgemein zu empfehlen.17
Das bedeutet nicht, dass chronische Schmerzen durch „falsche Ernährung“ entstehen oder dass eine Ernährungsumstellung eine notwendige medizinische oder therapeutische Behandlung ersetzt. Die Forschung zeigt aber, dass Ernährung bei manchen Menschen ein zusätzlicher beeinflussbarer Faktor im Schmerzgeschehen sein kann.
Deshalb kann es bei wiederkehrenden Schmerzen sinnvoll sein, auch die Ernährung als möglichen Einflussfaktor mit zu berücksichtigen. Welche Veränderungen dabei sinnvoll sein können, kann individuell sehr unterschiedlich sein.
7. Schlechter Schlaf kann Schmerzen verstärken
Schmerzen können den Schlaf stören – aber der Zusammenhang funktioniert auch in die andere Richtung. Studien zeigen, dass Schlafprobleme das Risiko erhöhen können, dass Rücken-, Gelenk- oder Muskelschmerzen entstehen oder länger bestehen bleiben.14,15
Viele Menschen mit chronischen Schmerzen kennen das Problem: Die Beschwerden erschweren das Einschlafen, führen zu häufigem Aufwachen oder sorgen dafür, dass man morgens wenig erholt ist.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen aber, dass dieser Zusammenhang nicht nur in eine Richtung verläuft. Eine systematische Übersichtsarbeit mit Daten von mehr als 116.000 Menschen kam zu dem Ergebnis, dass bestehende Schlafprobleme mit einem erhöhten Risiko für später auftretende oder länger anhaltende Schmerzen verbunden waren. Umgekehrt erhöhten chronische Schmerzen wiederum das Risiko für Schlafprobleme.14
Eine weitere Metaanalyse mit mehr als 200.000 Erwachsenen kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Schlafprobleme waren sowohl mit dem späteren Auftreten als auch mit dem Fortbestehen chronischer Schmerzen verbunden. Gleichzeitig hatten Menschen mit bestehenden chronischen Schmerzen ein erhöhtes Risiko, später Schlafprobleme zu entwickeln.15
Das bedeutet nicht, dass schlechter Schlaf automatisch Schmerzen verursacht. Die Studien zeigen aber deutlich, dass Schlaf und Schmerz sich gegenseitig beeinflussen können und dass mangelnde Erholung bei länger bestehenden Beschwerden ein wichtiger zusätzlicher Faktor sein kann.
Deshalb kann es bei wiederkehrenden Schmerzen sinnvoll sein, nicht nur den Schmerz selbst, sondern auch Schlafqualität und Erholung als mögliche Einflussfaktoren mit zu berücksichtigen.
8. Dauerhafter Stress kann dein Schmerzgeschehen beeinflussen
Stress und psychische Belastung wirken nicht nur auf unsere Gedanken, sondern gehen auch mit körperlichen Reaktionen einher. Studien zeigen, dass Faktoren wie Stress, Angst und psychische Belastung mit dem Entstehen oder Fortbestehen länger anhaltender Schmerzen zusammenhängen können.12,13
Stress ist zunächst eine ganz normale Reaktion unseres Körpers. In belastenden Situationen wird der Organismus darauf vorbereitet, schnell zu reagieren: Aufmerksamkeit, Kreislauf und Muskelaktivität verändern sich. Kurzfristig ist das sinnvoll – problematisch kann es werden, wenn solche Belastungen über längere Zeit bestehen bleiben.
Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zeigen, dass psychologische Belastungsfaktoren tatsächlich mit länger anhaltenden Schmerzen zusammenhängen können. Eine große sogenannte Umbrella Review fasste 59 systematische Übersichtsarbeiten mit insgesamt 249.657 Teilnehmern zusammen. Dabei zeigten sich unter anderem Zusammenhänge zwischen Angst, psychischer Belastung und dem späteren Entstehen oder Fortbestehen von Schmerzen.12
Die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass die Qualität der zugrunde liegenden Übersichtsarbeiten teilweise begrenzt war.
Eine weitere systematische Übersichtsarbeit untersuchte gezielt wahrgenommenen Stress und belastende Lebensereignisse. Sie fand Hinweise darauf, dass solche Belastungen bei der Entwicklung chronischer Wirbelsäulenbeschwerden und Arthritis eine Rolle spielen können. Die Evidenz wurde allerdings als niedrig eingestuft, sodass daraus keine einfache Ursache-Wirkungs-Beziehung abgeleitet werden kann.13
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Schmerzen „nur psychisch“ sind. Vielmehr zeigt es, dass körperliche und psychische Belastungen miteinander verbunden sein können und dass länger anhaltender Stress bei manchen Menschen ein zusätzlicher Einflussfaktor im Schmerzgeschehen sein kann.
In dem Erklärmodell, nach dem ich arbeite, wird außerdem berücksichtigt, dass länger anhaltender Stress die muskuläre Spannung beeinflussen kann. Deshalb kann es bei wiederkehrenden Schmerzen sinnvoll sein, auch Stress und psychische Belastungen als mögliche Faktoren mit einzubeziehen.
¹ Brinjikji W, Luetmer PH, Comstock B, et al. Systematic Literature Review of Imaging Features of Spinal Degeneration in Asymptomatic Populations. AJNR Am J Neuroradiol. 2015;36(4):811–816. DOI: 10.3174/ajnr.A4173. PMID: 25430861.
² Culvenor AG, Øiestad BE, Hart HF, et al. Prevalence of knee osteoarthritis features on magnetic resonance imaging in asymptomatic uninjured adults: a systematic review and meta-analysis. Br J Sports Med. 2019;53(20):1268–1278. DOI: 10.1136/bjsports-2018-099257. PMID: 29886437.
³ Csapo R, Maganaris CN, Seynnes OR, Narici MV. On muscle, tendon and high heels. J Exp Biol. 2010;213:2582–2588. DOI: 10.1242/jeb.044271. PMID: 20639419.
⁴ Boukabache A, Preece SJ, Brookes N. Prolonged sitting and physical inactivity are associated with limited hip extension: A cross-sectional study. Musculoskelet Sci Pract. 2021;51:102282. DOI: 10.1016/j.msksp.2020.102282. PMID: 33188982.
⁵ Sadler SG, Spink MJ, Ho A, Janse de Jonge X, Chuter VH. Restriction in lateral bending range of motion, lumbar lordosis, and hamstring flexibility predicts the development of low back pain: a systematic review of prospective cohort studies. BMC Musculoskelet Disord. 2017;18:179. DOI: 10.1186/s12891-017-1534-0. PMID: 28476110.
⁶ Vatovec R, Voglar M. Changes of trunk muscle stiffness in individuals with low back pain: a systematic review with meta-analysis. BMC Musculoskelet Disord. 2024;25:155. DOI: 10.1186/s12891-024-07241-3. PMID: 38373986.
⁷ Opara M, Kozinc Ž. Which muscles exhibit increased stiffness in people with chronic neck pain? A systematic review with meta-analysis. Front Sports Act Living. 2023;5:1172514. DOI: 10.3389/fspor.2023.1172514. PMID: 37712006.
⁸ Kajbafvala M, Rahmani N, Mohseni Bandpei MA, Salavati M. Eligibility of the movement-based classification systems in the diagnosis of patients with low back pain: A systematic review. J Bodyw Mov Ther. 2020;24(4):76–83. DOI: 10.1016/j.jbmt.2020.06.004. PMID: 33218569.
⁹ Harris-Hayes M, Van Dillen LR. The inter-tester reliability of physical therapists classifying low back pain problems based on the Movement System Impairment classification system. PM&R. 2009;1(2):117–126. DOI: 10.1016/j.pmrj.2008.08.001. PMID: 19627885.
¹⁰ Salvioli S, Pozzi A, Testa M. Movement Control Impairment and Low Back Pain: State of the Art of Diagnostic Framing. Medicina. 2019;55(9):548. DOI: 10.3390/medicina55090548. PMID: 31470684.
¹¹ Ippersiel P, Teoli A, Wideman TH, Preuss RA, Robbins SM. The Relationship Between Pain-Related Threat and Motor Behavior in Nonspecific Low Back Pain: A Systematic Review and Meta-Analysis. Phys Ther. 2022;102(2):pzab274. DOI: 10.1093/ptj/pzab274. PMID: 34939120.
¹² Martinez-Calderon J, Flores-Cortes M, Morales-Asencio JM, Luque-Suarez A. Which Psychological Factors Are Involved in the Onset and/or Persistence of Musculoskeletal Pain? An Umbrella Review of Systematic Reviews and Meta-Analyses of Prospective Cohort Studies. Clin J Pain. 2020;36(8):626–637. DOI: 10.1097/AJP.0000000000000838. PMID: 32379072.
¹³ Buscemi V, Chang WJ, Liston MB, McAuley JH, Schabrun SM. The Role of Perceived Stress and Life Stressors in the Development of Chronic Musculoskeletal Pain Disorders: A Systematic Review. J Pain. 2019;20(10):1127–1139. DOI: 10.1016/j.jpain.2019.02.008. PMID: 30797962.
¹⁴ Runge N, Ahmed I, Saueressig T, et al. The bidirectional relationship between sleep problems and chronic musculoskeletal pain: a systematic review with meta-analysis. Pain. 2024;165(11):2455–2467. DOI: 10.1097/j.pain.0000000000003279. PMID: 38809241.
¹⁵ Santos M, Gabani FL, de Andrade SM, et al. The bidirectional association between chronic musculoskeletal pain and sleep-related problems: a systematic review and meta-analysis. Rheumatology (Oxford). 2023;62(9):2951–2962. DOI: 10.1093/rheumatology/kead190. PMID: 37104741.
¹⁶ Field R, Pourkazemi F, Turton J, Rooney K. Dietary Interventions Are Beneficial for Patients with Chronic Pain: A Systematic Review with Meta-Analysis. Pain Med. 2021;22(3):694–714. DOI: 10.1093/pm/pnaa378. PMID: 33202007.
¹⁷ Maddox EK, Massoni SC, Hoffart CM, Takata Y. Dietary Effects on Pain Symptoms in Patients with Fibromyalgia Syndrome: Systematic Review and Future Directions. Nutrients. 2023;15(3):716. DOI: 10.3390/nu15030716. PMID: 36771421.
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Warum können Schmerzen trotz Behandlung immer wieder zurückkommen?
Bei Schmerzen wird häufig zunächst nach einer körperlichen Veränderung gesucht – zum Beispiel nach Arthrose, einem Bandscheibenvorfall, einem Meniskusschaden oder anderen sichtbaren Veränderungen.
Solche Befunde können wichtig sein. Wie du oben gesehen hast, erklären sie aber nicht immer vollständig, warum ein Mensch Schmerzen hat oder warum Beschwerden immer wieder zurückkommen.
In dem Erklärmodell, nach dem ich arbeite, spielt deshalb ein weiterer Bereich eine besondere Rolle: die muskuläre und fasziale Spannung.
Dabei geht es nicht nur darum, ob sich ein Muskel gerade „verspannt“ anfühlt. Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob sich über längere Zeit Spannungs- und Bewegungsmuster entwickelt haben, die den Körper immer wieder auf ähnliche Weise belasten.
Genau hier können die verschiedenen Faktoren zusammenkommen, die du oben kennengelernt hast. Wenig genutzte Bewegungsbereiche, Schonverhalten, Stress, schlechter Schlaf oder auch Ernährung können auf unterschiedliche Weise beeinflussen, wie belastbar und beweglich sich der Körper im Alltag verhält und wie sich muskuläre Spannung entwickelt.
Wenn sich solche Einflussfaktoren nicht ausreichend verändern, kann das eine mögliche Erklärung dafür sein, warum Beschwerden trotz einer Behandlung später wieder auftreten.
Deshalb lohnt es sich bei wiederkehrenden Schmerzen, nicht nur zu fragen:
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Wie ich bei wiederkehrenden Schmerzen vorgehe
In meiner Arbeit schaue ich nicht nur darauf, wo der Schmerz sitzt, sondern auch darauf, welche Faktoren ihn möglicherweise beeinflussen oder immer wieder aufrechterhalten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf muskulärer und faszialer Spannung sowie auf Bewegungs- und Belastungsmustern. Je nach Situation können aber auch Faktoren wie Stress, Schlaf, Schonverhalten oder Ernährung eine Rolle spielen und deshalb in die Betrachtung mit einbezogen werden.
Als Heilpraktiker arbeite ich unter anderem mit der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht. Dazu gehören gezielte Osteopressur sowie Übungen, mit denen Beweglichkeit verbessert und übermäßige muskuläre Spannungen beeinflusst werden sollen.
Wichtig ist mir dabei, dass du nicht nur eine Behandlung bekommst, um kurzfristig etwas gegen deine Schmerzen zu tun, sondern dass du auch verstehst, was du selbst im Alltag tun kannst, um deinen Körper langfristig zu unterstützen.

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Was passiert in der kostenlosen Schmerzberatung?
Du erzählst mir zunächst, welche Beschwerden du hast und was dich im Alltag am meisten einschränkt. Anschließend stelle ich dir ein paar gezielte Fragen, damit ich deine Situation besser einschätzen kann.
Danach sage ich dir offen und ehrlich, ob ich glaube, dass ich dir mit meinem Ansatz helfen kann.
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- was ich für dich tun kann,
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- und welche Kosten dabei auf dich zukommen würden.
So bekommst du alle wichtigen Informationen, die du brauchst, um in Ruhe zu entscheiden, ob dieser Weg für dich passend ist.
Und wenn ich der Meinung bin, dass ich dir eher nicht helfen kann, sage ich dir auch das offen und ehrlich.
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